Die Bundeskanzler der BRD

Die Bundesregierung, die aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern besteht, erledigt und lenkt die staatlichen und politischen Geschäfte. Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Insbesondere umreißt er die allgemeinen Ziele für die Innen- und Außenpolitik, legt ein Regierungsprogramm vor und sorgt für dessen Verwirklichung. Innerhalb der Richtlinien des Kanzlers leitet jeder der 15 Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung.


1949-1963

1963-1966 

1966-1969 

1969-1974

1. Kanzler
Konrad Adenauer
*05.01.1876
†19.04.1967

Dreimal (1953, 1957 mit absoluter Mehrheit, 1961) wieder zum Kanzler gewählt, erschütterten die zunehmenden Verschleißerscheinungen seiner konservativen Kanzlerdemokratie und insbesondere die Spiegelaffäre 1962 die Autorität Adenauers. Auf Druck des Koalitionspartners FDP und von Parteifreunden trat Adenauer 1963 zugunsten von Ludwig Erhard zurück.

2. Kanzler
Ludwig Erhard
*04.02.1897
†05.05.1977

Dank seines Ansehens bei der Bevölkerung konnte die CDU/CSU/FDP-Regierung unter Erhard 1965 erneut die Bundestagswahlen gewinnen. Im folgenden Jahr wuchs die innerparteiliche Kritik an Erhard, es kam zu
Meinungsverschiedenheiten mit der FDP über den Bundeshaushalt, und Erhard sah sich schließlich gezwungen, von seinem Amt zurückzutreten.

 Bundeswirtschaftsminister
(1949-63)

3. Kanzler
Kurt Georg Kiesinger
*06.04.1904
†09.03.1988

  Nach dem Rücktritt der FDP-Minister aus dem zweiten Kabinett Ludwig Erhards im November 1966 kam es zur Bildung einer großen Koalition aus CDU/CSU und SPD; Kiesinger wurde am 1. Dezember 1966 mit 340 gegen 109 Stimmen (bei
23 Enthaltungen) vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.

Ministerpräsident von Baden-Württemberg
(1958-66)

4. Kanzler
Willy Brandt
(Herbert Ernst Karl Frahm) 
*18.12.1913
†08.10.1992

Als erster sozialdemokratischer Kanzler der Nachkriegszeit ergänzte Brandt die von Konrad Adenauer in der Ära des Kalten Krieges begründete Westintegration der Bundesrepublik durch eine Politik der Verständigung und
Aussöhnung mit Osteuropa. 

Regierender Bürgermeister von Berlin (1957-96)
Friedensnobelpreis 1971

1974-1982

1982-1998

1998-2005

2005-

5. Kanzler
Helmut Schmidt
*23.12.1918

Durch den überraschenden Rücktritt Willy Brandts vom Amt des Bundeskanzlers im Zuge der Guillaume-Affäre fiel dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden (seit 1968) und Bundesfinanzminister die Kanzlerschaft in der sozial- liberalen Regierungskoalition zu. Der Rücktritt der vier FDP-Minister in seinem Kabinett leitete den Sturz des
zweiten sozialdemokratischen Bundeskanzlers ein, der nach einem konstruktiven Mißtrauensvotum von Helmut Kohl (CDU) abgelöst wurde.

Hamburger Innensenator
(1961-65) Bundesverteidigungsminister
(1969-72)

6. Kanzler
Dr. Helmut Kohl
*03.04.1930

Seit Herbst 1996 länger regierend als jeder bundesdeutsche Kanzler vor ihm, ist Kohl zugleich erster Regierungschef des vereinten Deutschlands. Aufgrund der wirtschaftlichen Daten von 1997 wird die Bundesrepublik Deutschland nach einer Entscheidung der Regierungschefs bei einem EU-Gipfel am 3. Mai 1998 in Brüssel an der Einführung des Euro teilnehmen. Damit hat Kohl eines seiner wichtigsten außenpolitischen Ziele erreicht. 

Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1969-76)

7. Kanzler
Gerhard Schröder
*07.04.1944

Nach dem überragenden Abschneiden der SPD in Niedersachsen – sie gewann 47,9 Prozent der Stimmen und konnte damit gegenüber 1994 die absolute Mehrheit ihrer Sitze im Landtag noch ausbauen – verzichtete Lafontaine auf die Kanzlerkandidatur und schlug Schröder seiner Partei formell als Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers vor. Am 17. April bestätigte der SPD-Parteitag in Leipzig Lafontaines Vorschlag.

Ministerpräsident von Niedersachsen (1990-98)

8. Kanzler
[1. Kanzlerin]

Dr. Angela Merkel
* 17.07.1954

Nach etlichen Verhandlungen mit der SPD und der nun dann beschloßenen Mehrheit zur großen Koalition, gelang Angela Merkel der Einzug ins Kanzleramt.

Am 10. April 2000 wählten sie die Delegierten des Essener Parteitags zur Vorsitzenden der CDU Deutschlands. Nach der Bundestagswahl 2002 wurde sie außerdem am 24. September 2002 von den Abgeordneten von CDU und CSU zur Vorsitzenden der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag gewählt. Mit der Ankündigung der Sozialdemokraten, sie strebten vorgezogene Neuwahlen an, nominierten die CDU und CSU sie in einer gemeinsamen Präsidiumssitzung am 30. Mai 2005 zur Unions-Kanzlerkandidatin.

Bundespolitikerin und CDU-Vize (1990-1998)

Partei- und Fraktionsvorsitzende, Kanzlerkandidatin
(1998-2005 )




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