|
Die Bundesregierung, die aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern besteht, erledigt und lenkt die staatlichen und politischen Geschäfte. Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Insbesondere umreißt er die allgemeinen Ziele für die Innen- und Außenpolitik, legt ein Regierungsprogramm vor und sorgt für dessen Verwirklichung. Innerhalb der Richtlinien des Kanzlers leitet jeder der 15 Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung. |
|
1949-1963 |
1963-1966 |
1966-1969 |
1969-1974 |
1. Kanzler Dreimal (1953, 1957 mit absoluter Mehrheit, 1961) wieder zum Kanzler gewählt, erschütterten die zunehmenden Verschleißerscheinungen seiner konservativen Kanzlerdemokratie und insbesondere die Spiegelaffäre 1962 die Autorität Adenauers. Auf Druck des Koalitionspartners FDP und von Parteifreunden trat Adenauer 1963 zugunsten von Ludwig Erhard zurück. |
2. Kanzler Dank seines Ansehens bei der Bevölkerung konnte die
CDU/CSU/FDP-Regierung unter Erhard 1965 erneut die Bundestagswahlen
gewinnen. Im folgenden Jahr wuchs die innerparteiliche Kritik an Erhard,
es kam zu Bundeswirtschaftsminister |
3. Kanzler Nach dem Rücktritt der FDP-Minister aus dem zweiten
Kabinett Ludwig Erhards im November 1966 kam es zur Bildung einer
großen Koalition aus CDU/CSU und SPD; Kiesinger wurde am 1. Dezember
1966 mit 340 gegen 109 Stimmen (bei Ministerpräsident
von Baden-Württemberg |
4. Kanzler Als erster sozialdemokratischer Kanzler der Nachkriegszeit
ergänzte Brandt die von Konrad Adenauer in der Ära des Kalten Krieges
begründete Westintegration der Bundesrepublik durch eine Politik der
Verständigung und Regierender Bürgermeister
von Berlin (1957-96) |
1974-1982 |
1982-1998 |
1998-2005 |
2005- |
| 5. Kanzler Durch den überraschenden Rücktritt Willy Brandts vom
Amt des Bundeskanzlers im Zuge der Guillaume-Affäre fiel dem stellvertretenden
SPD-Vorsitzenden (seit 1968) und Bundesfinanzminister die Kanzlerschaft
in der sozial- liberalen Regierungskoalition zu. Der Rücktritt der
vier FDP-Minister in seinem Kabinett leitete den Sturz des Hamburger Innensenator |
6. Kanzler Seit Herbst 1996 länger regierend als jeder bundesdeutsche Kanzler vor ihm, ist Kohl zugleich erster Regierungschef des vereinten Deutschlands. Aufgrund der wirtschaftlichen Daten von 1997 wird die Bundesrepublik Deutschland nach einer Entscheidung der Regierungschefs bei einem EU-Gipfel am 3. Mai 1998 in Brüssel an der Einführung des Euro teilnehmen. Damit hat Kohl eines seiner wichtigsten außenpolitischen Ziele erreicht. Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1969-76) |
7. Kanzler Nach dem überragenden Abschneiden der SPD in Niedersachsen – sie gewann 47,9 Prozent der Stimmen und konnte damit gegenüber 1994 die absolute Mehrheit ihrer Sitze im Landtag noch ausbauen – verzichtete Lafontaine auf die Kanzlerkandidatur und schlug Schröder seiner Partei formell als Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers vor. Am 17. April bestätigte der SPD-Parteitag in Leipzig Lafontaines Vorschlag. Ministerpräsident von Niedersachsen (1990-98) |
8. Kanzler Nach etlichen Verhandlungen mit der SPD und der nun dann beschloßenen Mehrheit zur großen Koalition, gelang Angela Merkel der Einzug ins Kanzleramt. Am 10. April 2000 wählten sie die Delegierten des Essener Parteitags zur Vorsitzenden der CDU Deutschlands. Nach der Bundestagswahl 2002 wurde sie außerdem am 24. September 2002 von den Abgeordneten von CDU und CSU zur Vorsitzenden der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag gewählt. Mit der Ankündigung der Sozialdemokraten, sie strebten vorgezogene Neuwahlen an, nominierten die CDU und CSU sie in einer gemeinsamen Präsidiumssitzung am 30. Mai 2005 zur Unions-Kanzlerkandidatin. Bundespolitikerin und CDU-Vize (1990-1998) Partei- und Fraktionsvorsitzende, Kanzlerkandidatin |
|